Konsensorientierte Besuchsbegleitung durch gemeinsame Bekannte

Zur Besuchsbegleitung durch Bekannte

Danke an den Familienbund

Danke dafür, dass in all jenen hocheskalierten Fällen, in denen es keinerlei gemeinsame Freunde oder Vertrauenspersonen gibt, die Profis vom Familienbund in der Sechshauser Straße 48 als Kontaktmittler die Kinder und den nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden Elternteil unterstützen!

Danke

Aber eben nur in diesen Fällen ist es zwingend nötig, nachdem sonst ja auf jene Besuchsbegleiter zurückgegriffen werden kann, die von den Eltern im KONSENS gemeinsam genannt werden.

Dies fällt ja viel zu oft unter den Tisch: Selbst in jenen Fällen, in denen die Eltern einander nicht soweit vertrauen, dass sie die gemeinsamen Kinder ohne Aufsicht durch eine dritte Person dem anderen anvertrauen, braucht es nicht zwingend eine kostenpflichtige, vom Gericht aufoktroyierte Lösung. Auch hier kann im Sinne eines Konsenses die Mediation unterstützen und eben eine gemeinsame Vertrauensperson der Eltern finden, die dann an einem neutralen Platz (und bei aller Wertschätzung der Räumlichkeiten in der Sechshauser Str. 48.., eine freundliche Wohnung, ein Park im Sommer oder auch ein Cafe sind immer noch kindgerechter) den Kontakt des Kindes mit Mutter oder Vater in diskreter Art und Weise begleiten.

Siehe dazu auch Salicites in Kindeswohl = ADR bei Kindesabnahme? (Handbuch Mediation / Wanderer (Hrsg)

HILFE ich werde Vater – das Buch

HILFE, ich werde Vater

Als Initiator der MASK MännerAnlaufstelle bei SchwangerschaftsKonflikten habe  ich mich in den vergangenen Jahren oftmals gewundert, dass es zwar massenhaft Literatur zum Thema „Juhu ich werde Papa“ oder auch „Wie werde ich ein guter Vater“ gibt, aber keine Bücher als Begleiter in einer Situation bereitstehen, in der der Mann von der Schwangerschaft der Frau überrascht und möglicherweise nicht freudig bewegt ist. Also nicht wenn der Mann sich denkt „Hilfe ich werde Vater !!!“

Im Zusammenarbeit mit Freunden und Kollegen ist nun ein Buch entstanden, welches aus vielerlei Sicht die Emotionen des Mannes beleuchtet.

LINK ZUM BUCH “ HILFE ich werde Vater  „

Lebensnahe Fallbeispiele aus Sicht des Mannes, wie auch der Frau, juristische Infos, die Gründungsgeschichte der MASK, Erfahrungen aus der Burschen und Männerberatung, der Schwangerschaftskonfliktberatung aber auch die Sichtweise einer Psychotherapeutin auf die Folgen des Schwangerschaftskonflikts auf die beteiligten Personen.

Möge dieses im Verlag MyMorawa erschienene Buch vielen Menschen Unterstützung bieten, wenn sie in einer vergleichbaren Lage sind.

Autoren:

Mag. Hubert Steger, Mag. Emma Ott, Michaela Kober, Martina Anezeder, Dieter Breitwieser-Ebster
Herausgeber: Ulrich Wanderer

Ehe und eingetragene Partnerschaft: was ist gleich, wo sind die Unterschiede?

Ulrich Wanderer

Ich habe bereits im Dez. 2017 in meinem Blog eine kurze Abhandlung zu den Unterschieden zwischen Ehe und eingetragener Partnerschaft verfasst und diesen auch im WEKA Handbuch Außerstreitrecht veröffentlicht.

Mit Zustimmung des WEKA Verlages darf ich ihn hier auch verlinken

der – kleine – Unterschied zwischen Ehe und eingetragener Partnerschaft

 

Verantwortung

Ja, es sind die Medianden, die als Fachleute für ihr Thema die Verantwortung für die Lösung haben, doch wir als Mediatoren haben diese Verantwortung zumindest genau so. Schließlich kommen unsere KlientInnen zu uns, um durch unsere Expertise einen Ausweg aus ihrem Dilemma zu finden. Wir dürfen sie dann unterstützen, dürfen nachfragen und wiederholen, dürfen schlicht und einfach mediieren.

Somit tragen wir als MediatorInnen, ja noch mehr alle mediativen Menschen eine hohe Verantwortung. Dahingehend, dass wir in einer Zeit, in der tatsächliche und fiktive Konflikte unseren Alltag wie auch die Medien beherrschen für unser persönliches Umfeld eine wichtige Rolle zu spielen haben. Ja, ich verdiene durch meine Tätigkeit als Mediator mein Geld. So wie ein Arzt auch, ein Richter oder ein…. oder Sie geschätzter Leser selber auch.
Und ich liebe und lebe es, Mediator zu sein.
In einer Welt des Dissenses, einer Welt des „Ich“ möchte ich auch das „Wir“ verständlich machen. Das ist Allparteilichkeit.

Das ist Verantwortung und das ist Mediation nach meinem Verständnis.

Ihr Ulrich Wanderer

Ulrich Wanderer Mediation ist Verantwortung
Mediation wie ein Handschlag

Mehr zu den Haltungen in der Mediation

Dank des Mediators an die Mediation

Wir sind für andere da

Wir sind als Mediatoren für andere da. Für unsere Medianden, für jene, die sich an uns wenden, um ihre persönlichen Konflikte zu lösen.
Hierfür braucht es eine Persönlichkeit, die auch in sich gefestigt ist, um eine gewisse Ruhe ausstrahlen zu können. Doch gibt es nicht nur die Wirkung der Persönlichkeit des Mediators auf die Medianden, sondern vielmehr auch umgekehrt. Die Arbeit mit den Medianden, die Mediation an sich hat auch Einfluss auf die Persönlichkeit des Mediators bzw. der Mediatorin.

Was können als wir durch unsere Arbeit für unser privates Leben lernen?

Nein, ich kann nicht für andere sprechen, nur von mir bzw. über mich.

Persönliches

Erst ein wenig zu meiner persönlichen Herangehensweise an die Mediation. Ich lache gerne, im privaten aber auch in der Mediation. Warum sollte ich Menschen die aufgrund einer konfliktbeladenen Situation den Weg zu mir finden, auch noch mit trauriger Miene entgegen treten?
Die Medianden wissen um Ihren Leidensdruck auch ohne, dass ich ihn permanent betone. Nicht ich muss sie darauf hinweisen, sondern das wechselseite Verständnis der Parteien für die Situation der anderen Seite wecken. Daher sehe ich es als meine persönliche Aufgabe, auf den positiven Ausgang zu schielen, diesen bereits am Anfang der Mediation in Aussicht zu stellen.
Ja, ich bin hier optimistisch eingestellt und nein.. nicht immer habe ich damit recht. Doch persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass dieser Optimismus auf die Mediandinnen und Medianden überspringt und so auch zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird.

Was aber lerne ich aus der Mediation?

Dass es keine Widersprüche, sondern nur Missverständnisse gibt, dass unüberbrückbare Schluchten dann enden, wenn man gemeinsam parallel zu deren Ausgangspunkt wandert. Hier geht es dann nicht immer nur um die Lösung des bekannten Konflikts, sondern auch um alle Erkenntnisse und Erlebnisse, die am Weg liegen. So erlebe ich es oftmals, dass ihm Rahmen einer Nachbarschaftsmediation die zerstrittenen Nachbarn erstmals auf Gemeinsamkeiten stoßen, noch lang bevor der zugrundeliegende Konflikt geklärt, das Ende der Schlucht erreicht ist.
Ich habe gelernt, dass selbst meine Sichtweise nicht objektiv sein muss. Bei aller Erfahrung und allem Wissen um meinen eigenen Standpunkt bringt es in der Regel viel, auch die Meinung meines Gegenübers anzuhören und gelten zu lassen. Nicht nur aus taktischen Gründen, sondern um zu lernen, um meinen eigenen Horizont auch zu erweitern.
Selbst unter der Annahme, die Wahrheit in jeglicher Facette mein Eigen nennen zu können wäre es bereichernd, die Sichtweise eines anderen zu erfahren. Wenn ich sie auch nicht teile, so ist sie doch unzweifelhaft legitim und daher interessant.
Nein, freilich nehme ich nicht an, die Wahrheit zu kennen, dieses Privileg sei anderen gelassen, die rein sachbezogen und ohne Emotionen argumentieren wollen, die um den „Punkt“ wissen. Ich bin dazu zu subjektiv und stehe dazu.
Und will dazu lernen, ich interessiere mich für die Menschen und ihre Regungen, ich denke, diese zu lesen habe ich zwar nicht durch die Mediation gelernt, aber im Rahmen meiner Tätigkeit geübt. Die Fähigkeit, im Gespräch die Intonierung, Gestik, Mimik zu deuten wird in der Mediation permanent geschult. Hier bin ich meinen Medianden immens dankbar.

Ich durfte lernen

Ich durfte lernen, meine Standpunkte zu hinterfragen, schließlich fordere ich es auch von den Medianden ein, durfte erfahren, wie im Rahmen der bedürfnisorientierten „gewaltfreien Kommunikation“ der Blick auf die eigenen inneren Bedürfnisse das Gespräch dann in ehrliche, offene und empathische Bahnen lenkt.

Danke

Und dafür danke ich der Mediation, danke ich den Mediandinnen und Medianden, all meinen Kolleginnen und Kollegen aber insbesondere jener Kollegin, die mir vor nun schon über 20 Jahren zufällig in einem Gespräch in der Mediation erstmalig erzählt hat.

Danke Euch!