Dank des Mediators an die Mediation

Wir sind für andere da

Wir sind als Mediatoren für andere da. Für unsere Medianden, für jene, die sich an uns wenden, um ihre persönlichen Konflikte zu lösen.
Hierfür braucht es eine Persönlichkeit, die auch in sich gefestigt ist, um eine gewisse Ruhe ausstrahlen zu können. Doch gibt es nicht nur die Wirkung der Persönlichkeit des Mediators auf die Medianden, sondern vielmehr auch umgekehrt. Die Arbeit mit den Medianden, die Mediation an sich hat auch Einfluss auf die Persönlichkeit des Mediators bzw. der Mediatorin.

Was können als wir durch unsere Arbeit für unser privates Leben lernen?

Nein, ich kann nicht für andere sprechen, nur von mir bzw. über mich.

Persönliches

Erst ein wenig zu meiner persönlichen Herangehensweise an die Mediation. Ich lache gerne, im privaten aber auch in der Mediation. Warum sollte ich Menschen die aufgrund einer konfliktbeladenen Situation den Weg zu mir finden, auch noch mit trauriger Miene entgegen treten?
Die Medianden wissen um Ihren Leidensdruck auch ohne, dass ich ihn permanent betone. Nicht ich muss sie darauf hinweisen, sondern das wechselseite Verständnis der Parteien für die Situation der anderen Seite wecken. Daher sehe ich es als meine persönliche Aufgabe, auf den positiven Ausgang zu schielen, diesen bereits am Anfang der Mediation in Aussicht zu stellen.
Ja, ich bin hier optimistisch eingestellt und nein.. nicht immer habe ich damit recht. Doch persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass dieser Optimismus auf die Mediandinnen und Medianden überspringt und so auch zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird.

Was aber lerne ich aus der Mediation?

Dass es keine Widersprüche, sondern nur Missverständnisse gibt, dass unüberbrückbare Schluchten dann enden, wenn man gemeinsam parallel zu deren Ausgangspunkt wandert. Hier geht es dann nicht immer nur um die Lösung des bekannten Konflikts, sondern auch um alle Erkenntnisse und Erlebnisse, die am Weg liegen. So erlebe ich es oftmals, dass ihm Rahmen einer Nachbarschaftsmediation die zerstrittenen Nachbarn erstmals auf Gemeinsamkeiten stoßen, noch lang bevor der zugrundeliegende Konflikt geklärt, das Ende der Schlucht erreicht ist.
Ich habe gelernt, dass selbst meine Sichtweise nicht objektiv sein muss. Bei aller Erfahrung und allem Wissen um meinen eigenen Standpunkt bringt es in der Regel viel, auch die Meinung meines Gegenübers anzuhören und gelten zu lassen. Nicht nur aus taktischen Gründen, sondern um zu lernen, um meinen eigenen Horizont auch zu erweitern.
Selbst unter der Annahme, die Wahrheit in jeglicher Facette mein Eigen nennen zu können wäre es bereichernd, die Sichtweise eines anderen zu erfahren. Wenn ich sie auch nicht teile, so ist sie doch unzweifelhaft legitim und daher interessant.
Nein, freilich nehme ich nicht an, die Wahrheit zu kennen, dieses Privileg sei anderen gelassen, die rein sachbezogen und ohne Emotionen argumentieren wollen, die um den „Punkt“ wissen. Ich bin dazu zu subjektiv und stehe dazu.
Und will dazu lernen, ich interessiere mich für die Menschen und ihre Regungen, ich denke, diese zu lesen habe ich zwar nicht durch die Mediation gelernt, aber im Rahmen meiner Tätigkeit geübt. Die Fähigkeit, im Gespräch die Intonierung, Gestik, Mimik zu deuten wird in der Mediation permanent geschult. Hier bin ich meinen Medianden immens dankbar.

Ich durfte lernen

Ich durfte lernen, meine Standpunkte zu hinterfragen, schließlich fordere ich es auch von den Medianden ein, durfte erfahren, wie im Rahmen der bedürfnisorientierten „gewaltfreien Kommunikation“ der Blick auf die eigenen inneren Bedürfnisse das Gespräch dann in ehrliche, offene und empathische Bahnen lenkt.

Danke

Und dafür danke ich der Mediation, danke ich den Mediandinnen und Medianden, all meinen Kolleginnen und Kollegen aber insbesondere jener Kollegin, die mir vor nun schon über 20 Jahren zufällig in einem Gespräch in der Mediation erstmalig erzählt hat.

Danke Euch!

FAQ´s der Mediation

FAQ´s zur Mediation

Was Sie schon immer wissen wollten….

Warum gerade Mediation?
Weil Mediation am Gegensatz zu anderen Konfliktbeilegungsmethoden auf die Selbstbestimmtheit der Parteien setzt und die Entscheidungsfindung nicht an außenstehende delegiert. So haben es die Parteien selber in der Hand, eine nachhaltige Lösung zu vereinbaren. Schon alleine dadurch, dass die Lösung von den Parteien selber erarbeitet wird, hat sie eine andere moralische Bindungswirkung, als eine von außen aufoktroyierte Entscheidung.

Aber ich habe doch Recht
Ja, Sie haben und behalten Recht. Nur bekommen Sie über Mediation auch noch einen Einblick in die Standpunkte Ihres Gegenübers und erarbeiten gemeinsam eine Lösung, die Ihnen beiden gerecht wird.

Was kostet das?
Mediatoren sind selbständige Unternehmer. Hier richtet sich der Stundensatz nach Vereinbarung mit dem Mediator.

Grundsätzliches: Sollte eine Förderung des Familienministeriums in Anspruch genommen werden, so müssen die MediandInnen einen Nachweis über für Einkommen durch Vorlage von Lohnbestätigungen, Gehaltszetteln u.ä. erbringen, wie auch über die Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder [i]. Bei Inanspruchnahme einer Förderung gilt der Stundensatz von €220.-

Woran erkenne ich einen guten Mediator?
Gut/Schlecht sind nicht die Kategorien in der Mediation. Die Chemie zwischen den Medianden und dem/r MediatorIn muss passen. Freilich ist es auch wichtig, dass eine Vereinbarung auch gewissen Erfordernissen entspricht. Daher spielt die Erfahrung des/r Mediator´s, -in sicher eine große Rolle. Beispielsweise gibt es im Rahmen einer Scheidungsvereinbarung unumgängliche Fixpunkte, die nicht der freien Disposition der Parteien unterliegen.

Bin ich nicht beim Anwalt besser aufgehoben?
Mediation ist kein Allheilmittel[ii], es wird sicherlich Fälle geben, in denen das Machtungleichgewicht dermaßen groß ist, dass man keine einvernehmliche Lösung erarbeiten kann. Sollte dann eine Rechtschutzversicherung die Kosten übernehmen, ist der Weg zu Anwalt sicherlich eine Überlegung wert. Zu bedenken wäre allerdings aus Sicht der Mediation, dass der Weg zum Anwalt eine selbstbestimmte und konsensorientierte Lösung verkompliziert, während die Kontaktaufnahme mit dem Mediator den späteren Kontakt zum Anwalt immer noch offen läßt.

Wie lange dauert eine Mediation?
Hier eine abschließende, allgemeine Antwort zu geben wäre unseriös. In einer Vielzahl der (Scheidungs-)Fälle kommt man zwar mit 3-5 Sitzungen aus, wobei bei Nachbarschaftsmediationen erfahrungsgemäß auch oft 1-2 Sitzungen reichen, während Arbeitsplatzkonflikte manchmal über 10 Stunden benötigen.

Ist das Ergebnis rechts-verbindlich?
Dies kommt darauf an, wie die Medianden mit dem Ergebnis der Mediation umgehen. Grundsätzlich bildet die Vereinbarung zwischen den Medianden einen Vertrag, welcher einzuhalten ist, wenn dies bei Vertragsabschluss der bindende Wille beider Parteien ist. Bei Scheidungsmediationen wird das Ergebnis jedenfalls im Rahmen des Scheidungsbeschlusses rechtskräftig. Andere Vereinbarungen kann man vor Gericht im Rahmen eines  prätorischen Vergleiches rechtskräftig werden lassen.

Was ist mit Informationen, die im Rahmen der Mediation ans Licht kommen?
Grundsätzlich gilt im Rahmen der Mediation das Prinzip der Vertraulichkeit, eingetragene MediatorInnen unterliegen auch der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht.

In welchen Gebieten hilft Mediation?
Grundsätzlich in allen Konflikten, in denen die beteiligten Parteien eine selbstbestimmte Lösung suchen wollen. Die klassischen Bereiche sind freilich:
Familie (hier: Scheidung, Obsorge, Ehevertrag, Unterhalt)
Nachbarschaftskonflikte
Erbschaft/Testament
Arbeitsplatz (Mobbing, Unternehmensübergabe, -neuausrichtung)

Kann ich auch alleine kommen?
Die erste Kontaktaufnahme kann auch alleine erfolgen, wobei dann auch der anderen Konfliktpartei die Möglichkeit zu einem Einzelgespräch eingeräumt werden sollte. Grundsätzlich findet Mediation aber immer in Gegenwart aller handelnden Personen statt. In Ausnahmefällen kann auch das Modell der Pendelmediation[iii] herangezogen werden.

Und dann noch der Klassiker:

Meditation oder Mediation?
warum ODER? Den Medianden empfehle ich Meditation vor der Mediation, mir selber.. oft danach 😀

 

[i] https://www.bmfj.gv.at/familie/trennung-scheidung/mediation.html

[ii] https://mediationwanderer.wordpress.com/mediation-kein-allheilmittel/

[iii] http://www.wiki-to-yes.org/wiki/Pendelmediation

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zu den Folgen der nach wie vor verpflichtenden Hauptmeldung bei Doppelresidenz

Ich habe mir erlaubt, den folgenden Aufsatz in meinem Blog der Darstellung der finanziellen Folgen der Hauptmeldung bei Doppelresidenz zu widmen, welche nach wie vor aus formellen Gründen unabdingbar ist.

Der Text ist dabei keineswegs als Kritik zu verstehen, sondern soll vielmehr eine Auflistung für allfällige weiterführende Schritte sein.

Die Folgen der verpflichtenden Hauptmeldung bei Doppelresidenz

Wie betrifft die DSGVO meine MediandInnen und mich?

Die DSGVO und Mediation-Wanderer

Ich könnte nicht sagen, dass ich begeistert bin, mich mit Impressumsvorschriften herum zu schlagen, dazu arbeite ich zu gerne inhaltlich, dazu schreibe und berate ich zu gerne. Und doch halten die DSGVO und sogar die verwässerte innerstaatliche Umsetzung dazu an.
Nein, ich habe ohnehin keinen Newsletter, ich schreibe meinen Blog und habe diesen ja auf meinen Seiten www.mediation-wanderer.at , www.mediation-wolfsberg.at und www.erbschaftsmediation.at verlinkt.
Hier muss ich niemandes Daten abfragen, sondern stelle es den Menschen frei, sich die entsprechenden Infos zu holen. Ich habe erfahren, dass wer gibt auch bekommt.

Es geht um Sie

Ja, WordPress, die Software mit der ich meine Homepages erstellt habe, hat ein Statistikprogramm im Hintergrund laufen, doch hier nutze ich „Statify“ welches als schonendstes Tool beschrieben wird, nachdem keinerlei Cookies oder Drittanbieter genutzt werden . Es ist zwar nicht so, dass mich die Daten meiner Klienten, all jener die meine Seiten Aufrufen, nicht interessieren würden, doch geht es ja nicht um mich und meine Interessen. Es geht um SIE, es geht um Ihre Bedürfnisse und Ihre Anliegen.

Datensparsamkeit

Eine kleine „negative“ Auswirkung hat der „Grundsatz der Datensparsamkeit“ freilich schon auf für Sie, sehr geehrte MediandInnen und KlientInnen: Ich speichere Ihren Namen nicht mehr, oder nur in Ausnahmefällen in meinem Handy, weswegen ich nicht sofort erkenne, wer mich anruft. Doch möchte ich einerseits freilich dem Gesetz bzw. der Grundverordnung Genüge tun, andererseits auch sicher gehen, dass Ihre Daten, die Daten meiner MediandInnen keinesfalls in fremde Hände gelangen, sollte mir mein Smartphone einmal abhandenkommen. Aber, mehr als dass Sie sich daher noch einmal namentlich melden müssen und mich vielleicht in kurzen Worten an die Themenstellung erinnern (falls wir uns schon jahrelang nicht gesehen haben) kann daher auch nicht geschehen.

Hürden als Training

Ja die DSGVO ist mühsam und Nein, ich verlasse mich nicht auf ihre innerstaatliche Umsetzung, da ich davon ausgehe, dass die minimalistischen Ansätze des aktuellen Datenschutzrechts nicht halten werden. Ich sehe es aber als Service an meinen MediandInnen und KlientInnen und als Denksportaufgabe für mich selber. Wenn ich schon manchmal in Mediationen und Beratungen meine, Hürden wären Trainingsgeräte, dann trainiere ich selber auch ein wenig und verspreche Ihnen, mit Ihren Daten höchst vorsichtig und sparsam umzugehen.

Aktuelle Ergänzungslieferung Handbuch Mediation

die aktuelle Ergänzungslieferung des Handbuch Mediation  (WEKA Verlag)

Handbuch Mediation

enthält unter anderem Beiträge zu den Themen:

Anwendungsgebiete der Mediation |
Pflegevermächtnis und Mediation |
Kleine Geschichte der Diplomatie (Internationale Mediation)
Friedens- und Konfliktforschung |
Moderne Diplomatie |
Transkulturelle Mediation |
Mediatoren brauchen soziale Kompetenz und Humor |
Mediationsvertrag (Familienmediation) |
Anwendungsgebiete und Erfahrungen | Fachbeitrag
Mediationsverbände im deutschsprachigen Raum | Fachbeitrag
Datenschutzhinweis gem Art 13 Datenschutz-Grundverordnung | Vertragsmuster
Fragebogen zur Umsetzung der DSGVO |
Checkliste für die ersten Schritte zur Einhaltung der DSGVO |
DSG 2000 und EU-DSGVO | Fachbeitrag
Datenschutz in der Mediation | Fachbeitrag